Eine Überraschung und etwas Ärger

Drei Monate ist mein letzter Eintrag her…
Nicht dass ich nichts zu berichten hatte, nein, ich war gesundheitlich sehr angeschlagen, sodass ich mich nicht zum Schreiben durchringen konnte.

Zuerst, mir geht es gut. Ich habe keine schlimme Krankheit, ich war nur sehr angeschlagen. Seit dem Stress im BA habe ich chronische Magenschleimhautentzündungen, die natürlich durch seelische Belastungen immer häufiger ausbrechen. Diese Belastungen sind an dieser Uni auch nicht zu reduzieren, egal, wie sehr man sich auch einreden möchte, dass das alles nicht so schlimm sei und man sich jedes Mal, wenn man von Schmerzen und Erbrechen geplagt wird, sagt, in Zukunft wird man das alles nicht mehr so an sich heran lassen… Klappt doch nie… Dann habe ich vor ca. 2 Jahren bei einem Arzt eine Diät-Kur angefangen. Auf Shake-Basis. Dazu muss ich sagen, es hat gut geklappt, nur kostete mich das 300€ im Monat und hat meine Magenschleimhaut noch mehr angegriffen, sodass sich dadurch zu chronischen Magenschleimhautentzündungen noch ein Reizmagensyndrom dazugesellte. Ergo kann ich kaum noch etwas essen, ohne dass ich Magenprobleme bekomme. Damit habe ich mich aber fast schon arrangiert.
Dazu kam nun aber noch ein Ereignis, das meine Magenprobleme bis zum Letzten ausgereizt hat. Ich bekomme nämlich ein Baby. 😀 Sehr überraschend, da mir vor 2,5 Jahren gesagt wurde, ich sei unfruchtbar. Aber natürlich freuen wir uns. Nur haben mich die Hormone in einen Zustand gebracht, der mich bis ins Krankenhaus führte. Ich konnte gar nicht mehr essen, mir war immer übel und ich musste mich sogar mit leerem Magen übergeben… Als ich nach 6 Wochen so schwach war, dass ich kaum noch laufen konnte und dann nicht mal mehr Wasser in mir blieb, wurde ich dann ins Krankenhaus eingeliefert und bekam eine Menge Elektrolytinfusionen.
Mittlerweile bin ich fast schon in der 15.SSW, die Übelkeit nimmt ab und für den Fall, dass sie sich mal wieder meldet, kann ich nun auch Medikamente nehmen. Es geht also bergauf.

Jedenfalls war mir einfach nicht danach, etwas über die Uni zu schreiben.

SO viel ist auch nicht passiert. Der Jahresempfang war mal wieder ein reines Schmierentheater, in dem sich dich Uni in aller Öffentlichkeit als „innovativ und fortschrittlich“ bezeichnete und sich mit einer Frauenquote von 80% brüstete. In der Lehrerbildung finde ich aber eine Frauenquote von 80% eher bedenklich, nicht fortschrittlich…
Zudem lobte man den neuen Master, in dem nun die Studenten auch für die Oberstufe ausgebildet werden. Was ich wiederum lächerlich finde, da die nachfolgenden Jahrgänge immer schlechtere NCs vorweisen. Ein gesamter Jahrgang im 1. Semester in der Prüfung durchfiel, da die Grammatikkenntnisse nicht mal mehr als basal bezeichnet werden können… Aber nun gut, man muss ja in der Öffentlichkeit so tun, als sei man eine tolle Uni…

Dazu ist mir dann mal durch Zufall aufgefallen, dass mein Eintrag zu der Organisation der Uni bei „studies-online“ gelöscht wurde… Ähm, ja. Dazu muss ich sagen, ich habe dort nicht mal ansatzweise so viel geschrieben, wie in meinem Blog. Auch nicht so emotional. Sondern lediglich bemängelt, dass man als Student teilweise Monate bis mehrere Semester auf seine Noten warten muss und dass die Kurswahl jedes Semester ein reines Glücksspiel darstellt, da die Server, die ganz woanders in Deutschland stehen, nicht für den Ansturm ausgerichtet sind. Dass man eben Glück haben muss, um alle Kurse zu bekommen, die man möchte und braucht. Und dass das Praxissemester gewählt wird und man unter Umständen dafür umziehen muss, was nun einmal den Tatsachen entspricht. Immerhin sind ca. 70% aus meinem Jahrgang zum 3. Mastersemester umgezogen, da sie keinen Praktikumsplatz in der Nähe bekommen haben…
Ich finde, dass das in keiner Weise diskreditierend oder Ähnliches ist und durchaus seine Berechtigung hat…

Ich habe das Praxissemester ja nun „abgebrochen“, da es aufgrund meiner ersten Erkrankung und dann auch durch die Schwangerschaft nicht möglich war.

Aber ich habe nun endlich ZWEI Noten bekommen. Eine aus dem 1. und eine aus dem 2. Semester!!! Ich muss noch einmal kurz erwähnen, dass das 3. Semester nun zu Ende ist…
Letzte Woche wurden die beiden Noten nun endlich eingetragen… Wie es dazu kam?

Nun ja, vor zwei Monaten habe ich den betreffenden Dozenten angeschrieben. Und vergeblich auf eine Antwort gewartet. Dann habe ich mich an das Sekretariat und die Institutsleitung gewandt. Auch da wartete ich vergeblich auf eine Antwort.
Schließlich habe ich im Präsidium angerufen, da ich es unverschämt finde, dass wir Studenten ständig E-Mails erhalten, in denen wir an die Abgabefrist erinnert werden, aber 2 Semester auf unsere Noten warten müssen. Zudem, was wenn man dann doch durchgefallen ist? Und betreffender Dozent (wie in meinem Fall) nicht mehr an der Uni ist? Die Antwort hat mich fuchsteufelswild gemacht.
„Frau XY, sind Sie sich sicher, dass Sie betreffende Hausarbeiten auch wirklich geschrieben und abgegeben haben? Und wenn, haben Sie sich auch an die von der Universität vorgeschriebene Abgabefrist gehalten?“
Wie unverschämt kann das Präsidium einer Universität bitte sein??? Ich hätte mich am liebsten sofort an die Öffentlichkeit gewandt, aber ich bin ja noch auf den Abschluss an dieser Uni angewiesen…
Jedenfalls schrieb ich dann noch einmal den Dozenten an. Als Antwort bekam ich dann eine Entschuldigung und die Erklärung, er habe alle Arbeiten aus der Uni korrigiert und die Noten an die Sekretärin weitergeleitet. Also schrieb ich die Sekretärin erneut an… Und siehe da: am nächsten Tag bekam ich eine Antwort von ihr, dass die Noten nun eingetragen seien. Und tatsächlich. BEIDE Noten waren nun endlich da und ich habe Geschichte somit komplett und mit einer schönen 1,3 bestanden…

Des Weiteren gab es noch ein totales Chaos mit meinen Noten in der Zwischenzeit. In meinem Transcript waren auf einmal Noten verschwunden, und Prüfungen warum unter andere Dozentennamen eingetragen… Alles total durcheinander… Also rief ich bei dem zuständigen Amt an. Dort hieß es „ DAS kann gar nicht sein!“. Tolle Antwort. Also schickte ich denen mein altes Transcript (das ich regelmäßig abspeicher, ich weiß ja, WO ich studiere… man muss alles dokumentieren können) und das Neue mit den komischen Noten. Ein paar Stunden später war alles wie vorher. OHNE eine Entschuldigung oder einen Hinweis, dass es geändert wurde…
Bei einer Freundin sind noch immer ein paar Noten vertauscht und andere Prüfungsanmeldungen verschwunden… Aber keiner kann ihr helfen…

Soweit so schlecht. Das sind so die neuesten Erlebnisse aus der Uni, die ich berichten kann…

Demnächst werde ich mich mit denen rumärgern müssen, da ich nun zwei Urlaubssemester einlegen muss, da das Praxissemester NUR im WiSe absolviert werden kann. Da aber mein Baby dies Jahr zum WiSe erst 3 Monate alt ist und ich auch keinen Sonderfall beantragen konnte, dass ich an eine Schule in der Nähe komme, werde ich es um ein Jahr verschieben (müssen). Unsere Uni genehmigt aber normalerweise nur ein Urlaubssemester… Mal schauen, was ich da so erleben werde…

Bis dahin :*

(K)eine klare Ansage…

Ich habe vor einiger Zeit angefragt, inwieweit mir die Seminare zu dem Praxissemester angerechnet werden, wenn ich diese weiterhin besuche.
Ich wollte nur wissen, ob ich sie angerechnet bekomme oder nicht. Man sollte davon ausgehen, dass man auf diese doch recht einfache Frage eine mindestens so einfache Antwort bekommt… -DENKSTE. 

„[…] Bei einer 50% Anerkennung müssten Sie im kommenden Praxissemester diesen Anteil „nacharbeiten“. Eine Anerkennung von Teilleistungen ist für eine Wiederholung des Praxissemesters nicht möglich. […]“

Ich dachte beim Lesen nur: „HÄ? Nacharbeiten aber Teilleistungen werden nicht anerkannt?“ Also fragte ich erneut nach….

„[…] wenn Sie vom Praxissemester zurücktreten, können Sie die Begleitseminare nicht mehr besuchen. Eine Anerkennung von Teilleistungen ist für eine Wiederholung des Praxissemesters nicht möglich. Eine Ausnahme ermöglicht die Anerkennung besonderer Bedürfnisse (vgl. § 13 Praktikumsordnung).[…]“

Hierzu muss man sagen, dass besondere Bedürfnisse Kind, Schwangerschaft oder Behinderungen sind… Krankheitsfälle, auch schwere, sind nicht inbegriffen. 

Insgesamt kann ich mir alles, was ich bisher gemacht habe, in die Haare schmieren… Okay. 

Bis dato warte ich auch noch immer auf 5 Noten aus dem letzten Semester… 

Der Wahnsinn geht weiter

Ja, was soll ich sagen?

Mal wieder die Uni. Diesmal glänzt sie mal wieder mit einer Rundmail, aus der ich hier einen kleinen Auszug geben möchte, bevor ich mich weiterhin darüber auslasse…

„[…]  im August und September 2015 war eine Begutachtung durch die Gutachter von vier Wochen, zeitlich eng bemessen, so dass Studienleistungsübersichten für die interne Bewerbung als auch externe Bewerbungen an anderen Hochschulen nur unter erheblichem Zeitdruck erstellt werden konnten.
Um zukünftig mehr Zeit für die Begutachtung von Abschlussarbeiten und für die Erstellung von Zeugnisunterlagen einplanen zu können, möchten wir Ihnen folgende Anmeldezeiträume als Empfehlung mitteilen, damit Sie bis 30.09.2016 Ihre Zeugnisdokumente vom Servicezentrum für Prüfungsangelegenheiten ausgehändigt bekommen können.
–  Bachelor Thesis:  01.11.2015 – 15.02.2016
–  Master Thesis:     01.11.2015 – 15.12.2015. […]“

Man beachte vor allem den Zeitraum der MA-Thesis.
Witzig, dass die Mail am 12.11.2015 (!) kam… Die Masterstudenten, die das betrifft, stecken alle grade in ihrem Praxissemester. Bedeutet: mit der Anmeldung im November fällt die Abgabe auf Mai 2016. Also muss die MA-Thesis nun während des Praxissemesters geschrieben werden.
Eigentlich hieß es, wir haben ein ganzes Semester Zeit die MA-Thesis zu schreiben, nun soll das aber neben dem Praxissemester geschehen, in dem ja auch noch nebenbei eine große Forschungsarbeit geschrieben werden muss…
Zudem waren so ziemlich alle Studenten noch gar nicht so weit, als dass sie mal so eben eine MA anmelden konnten… Alle gingen von Februar aus.  Alle sind gerade sehr in ihren Schulen eingespannt und die wenigsten haben sich bereits so konkrete Gedanken über ihre MA gemacht…

Was mich mal wieder kolossal nervt ist die Tatsache, dass die Verschiebung mal wieder auf Kosten der Studenten geht. DOZENTEN haben dieses Jahr ihre Arbeit nicht richtig gemacht (ich habe bereits darüber berichtet), sie haben sich entweder zu viel aufgebrummt oder waren einfach nicht fähig, ihrer Arbeit korrekt nachzukommen. Aber statt diesen unfähigen und überbezahlten Dilettanten mal Konsequenzen anzudrohen, müssen die Studenten das mal wieder ausbaden. WIE IMMER!!!

Morgen…

… geht die Uni wieder los.
 Na ja, so in der Art, die ersten Begleitseminare stehen an. Und ab Montag soll es dann in die Schule gehen… -.-

Und es sieht so aus, als müsse ich erst einmal damit anfangen, da es mit dem Job nicht geklappt hat. (Man kann sich aber auch mal melden, wenn man jemanden nicht haben will!!! Und die Person nicht hinterher rennen lassen….)
Ich schaue mir das mal an, bleibt mir ja nichts anderes übrig. Wie gerne würde ich mich wie früher auf die Uni freuen, Kurse besuchen, LERNEN und mit Kommilitonen in den Pausen Kaffee (für mich Tee) trinken gehen… Im Winter in der beleuchteten Uni sitzen und draußen den Schnee beobachten und zu den ganzen Weihnachtsveranstaltungen gehen…
Stattdessen muss ich so tun, als könne ich jungen Leuten etwas beibringen, als habe ich Ahnung vom Unterrichten… 

Trotzdem werde ich weiter nach einem Job suchen und mich im Frühjahr an einer anderen Uni für einen anderen MA bewerben… Ich möchte einfach wieder Spaß daran haben, Studentin zu sein.
Ich bin wirklich etwas wehmütig. Ich erinnere mich zu dieser Zeit immer an den Anfang meines Studiums. Es war neu, ich hatte zumindest in Germanistik tolle Dozenten und tolle Kurse, in denen ich wirklich viel gelernt habe. Ich habe bis ich ins Bett musste, gelesen und gelernt, da ich nicht genug von dem neuen Wissen bekommen konnte und meine Dozenten haben das gemerkt und anerkannt. Ich war gut in dem, was ich tat und es fühlte sich so richtig an.
Jetzt habe ich Magenschmerzen, bin depressiv verstimmt und habe das Gefühl, intellektuell seit einigen Semestern zu verkümmern.
Zudem habe ich Heimweh und das stärker als jemals zuvor. 
Schade, wie sich das so entwickeln kann… 

Wenn die Uni krank macht…….

Ich stehe momentan neben mir und vor schweren Entscheidungen.
Ich glaube, ich werde das Studium hier erst einmal beenden, bzw. unterbrechen.
Man redet mir ein, ich solle mich durchbeißen, alle meinen ich sei dumm. Aber ich kann einfach nicht mehr. Ich bin an einem Punkt, der mir und meinem Körper schadet.

Ich habe dauerhaft Kopfschmerzen, ich kann nicht schlafen und wenn, habe ich Alpträume. Ich habe aus heiterem Himmel Herzrasen , Magenschmerzen, ständig Sodbrennen. Manchmal bekomme ich sogar Panikattacken.
Da soll ich mich noch ein weiteres Jahr „durchbeißen“? 

Ich bin nicht wehleidig, ich bin auch hart im Nehmen, aber nun bin ich echt am Ende. Ich habe zwei Jahre lang tagsüber gearbeitet und abends bin ich zur Schule gegangen. Um 22h war die Schule zu ende, ich war um 22:30h zu Haus, dann habe ich gelernt und geschlafen, um morgens um 6:30h wieder bei der Arbeit zu sein. Ich habe mich in dieser Zeit total gut gefühlt. Ich war voller Elan und Energie. Aber die Uni schafft mich… Es ist nicht der Stress, damit kann ich gut umgehen. Es ist auch nicht das Arbeitspensum, damit komme ich auch klar.
Es ist das Drumherum. Der Ärger, dass man sich ständig mir neuem Müll rumärgern muss und sich immer verteidigen muss, da ja grundsätzlich alles auf uns Studenten geschoben wird. Es sind die unfairen Notengebungen und die Sinnlosigkeit dessen, was wir tun müssen. 
Dazu kommt das Praxissemester. Ich will nicht mehr an die Schule, ich muss es aber. Und dann konnte ich mir die Schule nicht einmal aussuchen. Dazu kommen Unkosten ohne Ende und ein Arbeitspensum, das es einem kaum erlaubt, nebenbei zu arbeiten. Und wenn, dann am WE (WENN man denn einen Chef findet, der das mitmacht…). 
Wenn ich jetzt schon so fertig bin, wie soll ich mich denn da durchkämpfen? Die Leute tun immer so, als müsse ich etwas tun, was ich nicht so gerne mag, wie den Abwasch oder Bügeln. Aber so ist es nicht. Ich leide. Körperlich und seelisch.
Darum habe ich mich nun nach einem Job umgesehen. Geld verdienen, einen geregelten Tagesablauf haben und ein geregeltes Einkommen…. Sodass ich Feierabend habe, wenn ich nach Haus komme.
Und wenn es nur für ein Jahr ist und ich dann das letzte Jahr nachhole. Ich könnte in der Zeit aber auch evt. meine MA schreiben, wenn es mir besser geht.

Ich habe es einfach satt, dämliche Argumente von Leuten zu hören, die keine Ahnung haben, in welcher Situation ich mich befinde… 

Diktatoren an der Uni

Auch nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich noch immer nicht alle Noten bekommen. EINE Note habe ich, für meinen „Jüdisch-Kurs“. Sogar diesmal ein SEHR GUT bekommen, aber das war mit meiner Vorbildung UND einer fairen Dozentin (die sooooo selten sind bei uns) auch nicht sonderlich schwer.

Des Weiteren wurden wir nun in unsere Begleitseminare für das dämliche Praxissemester eingetragen und ich warte nun auf die Mail für meine anderen Seminare, die vom Bildungsministerium aus gegeben werden. 

Währenddessen wurde meine Freundin 5 Tage vor der Bewerbungsfrist für das Ref. zu einer Anhörung wegen eines angeblichen Plagiats gebeten. Nachdem sich de Dozentin 3 MONATE (!!!!!!) Zeit gelassen hat und meine Freundin anfing zu drängen, dass sie ihre Note bräuchte…
Die Vorwürfe waren meines Erachtens nach reine Willkür. „Zu viel paraphrasiert“ hieß es unter anderem, an anderen Stellen habe Sie sich „nicht auf das Buch AB von XY bezogen“ (NEIN, weil sie ein anderes Buch von XY benutzt hat, vielleicht hat XY den gleichen Kram in mehreren Büchern geschrieben?)… Sehr kurios waren diese Vorwürfe. In der Datei, in der die angeblichen Plagiate gekennzeichnet wurden, konnte man auch sehen, dass diese Plagiate erst am Vorabend gesetzt wurden…
Meine Freundin hatte dann nicht mal zwei Tage Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. In der Anhörung wurde ihr dann gesagt, sie könne GAR NICHT wissenschaftlich schreiben (in der Hausarbeit in dem Seminar der gleichen Dozentin hatte sie aber eine 1,7…) und dass man nicht paraphrasieren solle und dass sie eigentlich zwangsexmatrikuliert werden soll…
Sie hat sich dann verteidigt und, um nicht komplett von der Uni zu fliegen, ein „NICHT BESTANDEN mit Täuschungsversuch“ akzeptiert…
Und das kann ja wohl wieder nicht wahr sein? 
Wir können machen was wir wollen, wenn die Dozenten scheiße sind, haben wir trotzdem die Arschkarte gezogen… (Sorry, muss ich mal so derbe ausdrücken).
Ich finde die ganze Sache sehr kurios und habe die Vermutung, dass das die Rache ihrer Betreuerin dafür ist, dass meine Freundin sich über die Dozentin beschwert hat.
Sie hat ca. 3 Monate Mails an die Dozentin geschrieben und um Hilfe bzw. um das Absegnen der Gliederung für die Masterarbeit gebeten. Die Dozentin hatte aber ein Forschungsfreisemester und hat daher nicht auf Mails geantwortet. 
Nach dann fast 4 Monaten hat meine Freundin sich dann an eine höhere Stelle gewandt, da sie nicht mit ihrer Arbeit weiterkam und weil die Dozentin auch verpasst hatte, ein Kolloquium für meine Freundin einzurichten (das müssen wir belegen, um den MA zu bestehen). Und dann hat meine Freundin letztendlich dann mal angemerkt, dass sie ihre Note bräuchte, damit sie ihre Referendariatsbewerbung fristgerecht einreichen kann und die Dozenten eigentlich nur 6-8 Wochen haben, um die Noten einzutragen (man muss hier auch noch anmerken, dass meine Freundin die EINZIGE in dem Fach war, die eine Abschlussarbeit geschrieben hat…)
Ich glaube, dass die Dozentin in dem Fall einfach ihre Macht ausgenutzt hat. 

Nun musste meine Freundin darum betteln, dass sie sich innerhalb von 3 Tagen noch verspätet rückmelden darf. Sie muss zusehen, wie sie ihren Studienkredit abbezahlt, da sie ihn ja nicht verlängern konnte, da sie nicht geahnt hat, dass sie nun noch durchfällt und sie muss sich ein neues Thema und einen neuen Betreuer suchen und ihre neue MA wird jetzt gleich auch vom Prüfungsausschuss geprüft… Und das alles nur, weil sich so eine verzickte und arrogante Dozentin (ja, ich kenne sie) sich angegriffen gefühlt hat…

Und genau DAS ist mal wieder der Grund, warum wir kleinen Studenten uns hier alles gefallen lassen (müssen).
Denn am Ende haben wir die Probleme, da wir an unserer Uni in einer Diktatur leben. Wenn wir von der Uni fliegen, nach 5 Jahren Studium keine Zukunft aber 10.000€ Schulden haben, nur weil einem der Dozenten unsere Nase oder was auch immer nicht passt, hilft uns keiner. Dann stehen wir da und können uns schlimmstenfalls einen Strick nehmen. Da uns kleinen Studenten an dieser Uni niemand hilft…

Das große Warten…

… der Stress ist vorbei, die Hausarbeiten sind alle abgegeben. Nun warte ich auf meine Noten.
Ruhig ist es aber an der Uni noch immer nicht geworden…
Angefangen bei den armen Studenten, die gerade auf ihren Abschluss bzw. auf die Noten ihrer Masterarbeitet warten, da in zwei Wochen das Zeugnis im Ministerium liegen muss. Ansonsten gibt es keinen Referendariatsplatz. Und die Studenten, die noch immer keine Note haben, auch nach 3 Monaten nicht, die auch die Dozenten nicht erreichen, haben dann eben einfach mal wieder Pech gehabt. Beschwerden, Klagen – alles prallt an den höheren Stellen ab, auch der AStA beißt sich die Zähne an der Uni aus…
Dann bekamen wir vor ein paar Tagen eine Mail aus dem Präsidium. Hintergrund sind mehrere Klagen von Studenten, die auch nach 2 Semestern noch immer auf Noten warten. Noten, die sie brauchen, damit endlich im ToR „BESTANDEN“ steht und sie endlich ihren Abschluss haben. Noten, die ihnen von vollkommen überforderten Dozenten einfach nicht eingetragen werden, die nicht erreichbar sind und auch nicht bei angegebenen Sprechstunden in der Uni sind. Diese Studenten müssen sich zum Teil im nächsten Jahr nun neu für den Master bewerben, damit sie dann irgendwann ihre Noten eingetragen bekommen können. Da sie ja davon ausgingen, dass sie fertig seien, haben sie sich nicht rückgemeldet. Eine nachträgliche Rückmeldung ist nicht möglich. Bedeutet also für die Betroffenen, kein Abschluss wegen einer fehlenden Note, daher kein Referendariat und nun sich noch einmal bewerben müssen, um im NÄCHSTEN Winter wieder immatrikuliert zu sein… Also vor Februar 2017 werden sie nicht ins Referendariat kommen… Und all das nur, weil einzelne Dozenten die Noten aus dem ersten Mustersemester noch immer nicht eingetraen haben.
Da an unserer Uni ja aber grundsätzlich die Studenten die Dummen und Schuldigen sind, kam nun diese Mail:
„….nach wiederholten Unklarheiten möchte ich hiermit darauf hinweisen, dass die Fristen und Termine bezüglich der An- und Abmeldung zu Prüfungsleistungen sowie der jeweilige Abgabezeitpunkt bzw. die Abgabefrist sowie die damit verbundenen Folgen unbedingt zu beachten und anzuwenden sind.
Insbesondere möchte ich darauf hinweisen, dass der Abgabezeitpunkt von Prüfungsleistungen (Hausarbeiten) aktenkundig zu machen ist. …“
Wie der Abgabezeitpunkt aktenkundig gemacht werden soll, darauf haben wir aber noch keine Antwort bekommen. Quittieren lassen wäre eine Idee. Da aber viele Dozenten gar nicht zugegen sind, wie soll man sich das dann quittieren lassen?
Mittlerweile hasse ich meine Uni und möchte einfach nur, dass sie geschlossen wird. Unsere „Ausbildung“ ist zum Großteil für die Tonne, ein Großteil der Dozenten ist unverschämt oder unfähig. Und die Dozenten, die wirklich gut sind, die können auch woanders arbeiten… Ich habe so viel Zeit in mein Studium investiert, habe so viel ehrenamtlich gearbeitet. Alles für die Katz…
Jetzt warte ich auf meine Noten, die wie immer völlig aus der Luft gegriffen sind und meine Leistungen nicht im Geringsten widerspiegeln werden…

Läuft (manchmal)….

Puhh, ich sitze mittlerweile sehr gerne in meinem Arbeitszimmer. Und meine dritte Hausarbeit ist nun auch so ziemlich fertig. Ich  habe mich nun dazu entschlossen, vier Facebook-Profile von ehemaligen SuS zu analysieren. Natürlich höchst anonymisiert, ohne Namen und Bilder alle schön verpixelt. Ich habe gar nicht gedacht, dass das Thema so viel hergibt. Immerhin habe ich immer angenommen, alle Jugendlichen nutzen Facebook, um sich halbnackt und mega-cool zu präsentieren. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Ich habe vier sehr unterschiedliche Profile gefunden. Und diese vier repräsentieren eigentlich genau das, was ich während der Recherche gefunden habe. Trotzdem habe ich auch sehr gefährdende Tendenzen gefunden (seit wann ist es eigentlich cool, der Menschheit seinen ganzen Körper fast nackt zu präsentieren? Und das mit 17?)
Zu meiner Analyse habe ich dann auch noch eine passende Studie gefunden, die eben das aussagt und belegt, was ich beobachtet habe. Somit habe ich dann auch noch einen theoretischen Teil. Juhuuuu.
Zwischendurch habe ich noch meine Gliederung für die nächste Hausarbeit aufgestellt und andere Hausarbeiten korrigiert.

Läuft also. Und die Uni?

An der läuft es nicht. WIE IMMER. Grade wurde meiner Freundin ihr Referendariatsplatz entzogen, da eine Dozentin ihr die Note aus dem VORLETZTEN Semester noch nicht eingetragen hatte. Somit lag zum 10.7. kein MA-Zeugnis vor, somit hat sie ihren Platz verloren….
Und ja, sie hat sich monatelang bei der Dozentin, beim Sekretariat des Institutes, beim AstA und beim Präsidium gemeldet…. Leider war auch das vergeblich. Nun muss meine Freundin hoffen, dass sie die Note nun endlich bekommt, damit sie sich zum 1. Oktober für einen Platz im Februar bewerben kann.

Hausarbeiten…

Heute beschäftigen sich meine Gedanken mit einem Phänomen, das wahrscheinlich nicht nur an meiner Uni existiert: HAUSARBEITEN, deren Fristen und passende Literatur…

Dank meines Fleißes und meines neuen Arbeitsplatzes (siehe unten, nur ohne Mac, an dem ich fleißig schreibe) 😀 habe ich bereits zwei von fünf Hausarbeiten fertig. Zudem sind die bereits gebunden UND abgegeben. Ds war aber auch ein Klacks.  Nun folgt noch EINE gute Hausarbeit und dann…. DAS GRAUEN: Hausarbeiten in Pädagogik, die nicht genau definiert sind und zu denen es dann auch keine Literatur in dieser „Bibliothek“ vorhanden sind. Ich habe generell das Gefühl, dass ich in meinem Studium kaum produktive Arbeiten geschrieben habe. Und wenn, dann wurden sie schlecht benotet. Na ja, außer in Germanistik, die Noten waren bis zum letzten Semester immerhin immer sehr gut. Also gehe ich davon aus, dass ich relativ gut schreiben kann…

Problematisch ist eher das, was wir nun leisten müssen. Im BA hatten wir auch viel zu tun, aber die Abgabetermine der Hausarbeiten waren dann doch human. Nun heißt es: 5-6 Hausarbeiten a 20-25 Seiten in ca. 3 Wochen. Im Schnitt sind das knapp 125 Seiten in drei Wochen. Man vergleiche: Masterarbeit ca. 50-90 Seiten in 6 Monaten. Hmmm, ich glaube man muss kein Mathe-Genie sein, um zu sehen, dass dies nicht ganz richtig sein kann… Problematisch ist auch, dass die Bücher, die man dann gebrauchen könnte, meistens ausgeliehen sind, da ja ALLE Studenten innerhalb kürzester Zeit die Hausarbeiten schreiben müssen…

Aber immerhin habe ich bereits einen Teil geschafft, und es machte sogar Spaß diese Hausarbeiten zu schreiben. Eine über das UNESCO-Weltkulturerbe Angkor und eine über das Judentum im Mittelalter.  Es folgen Hausarbeiten zu irgendwelchen Disziplinierungsformen im Unterricht (KEINE BÜCHER VORHANDEN) und irgendwas zu Jugendlichen und sozialen Netzwerken… BÄH!

Nebenbei werkel ich ja bereits an meiner MA-Arbeit, da ich die möglichst so aufbauen will, dass ich darauf eine Promotion aufbauen kann. 🙂 

neuer Arbeitsplatz
neuer Arbeitsplatz
gedankenundcupcakes.wordpress.com

Die Verabschiedungsparty

Endlich mal etwas Positives.

Am Donnerstag haben wir unsere Professorin verabschiedet, was wirklich nett und schön war.
Ich habe einen Geschenkkorb für sie gebastelt und 10 Nagellacke reingelegt (da sie sich immer die Nägel bunt lackiert) und dann hübsch verpackt. Die Kommilitonen haben dann noch eine Karte, Sekt, Muffins und Pizzabrötchen mitgebracht. Unsere Dozentin hat sich sehr gefreut, ein paar Tränken vergossen und nette Anekdoten erzählt. Am Ende hat sie jeden in den Arm genommen. 
Das war wirklich mal eine schöne Erfahrung und ich denke auch eine nette Geste, ihr zu zeigen, dass sie einige von uns erreich hat. 🙂

2015-06-02 19.35.33

Das Einhorn erinnert mich an sie, da es auch bunt, einzigartig und lebenswert ist.